Griese, Sandra
Krankenschwester, Pflegeberaterin, Pflegetrainerin, Case Managerin (DGCC) und Managerin im Sozial und Gesundheitswesen.
Von 1988-2011 Krankenschwester in verschiedenen ambulanten und stationären Fachbereichen. Seit 2011 Beratung von Patienten und Angehörige zu Möglichkeiten der Unterstützung nach einem Krankenhausaufenthalt und Organisation erforderlicher Hilfen.
Ganz aktuell ist die Debatte über den Pflegenotstand. Für Beratung und Vorbereitung auf neu entstandene Pflegesituationen bleibt leider keine Zeit. Dabei ist es unglaublich wichtig, Angehörige gut auf die neue Rolle vorzubereiten, damit sie die Aufgaben bewältigen können. Als Pflegetrainerin gebe ich seit mehreren Jahren Kurse für pflegende Angehörige.
Wenn eine Pflegebedürftigkeit eintritt, werden Betroffene und Angehörige oft sehr plötzlich mit veränderten Lebenssituationen konfrontiert und stehen vor großen Herausforderungen. In diesem Kurs erhalten Sie Informationen, an wen Sie sich wenden können, welche finanziellen und institutionellen Möglichkeiten der Unterstützung es geben kann und was Sie tun müssen, um diese zu erhalten. Wir beschäftigen uns mit dem Pflegebedürftigkeitsbegriff, Voraussetzungen für einen Pflegegrad, Möglichkeiten der Antragstellung, Leistungen im Zusammenhang mit einem Pflegegrad, sowie ehrenamtlichen, ambulanten, teilstationären und stationären Unterstützungsmöglichkeiten. Sie erhalten Kontaktadressen und Informationsmaterialien. Dieser Kurs ist für Interessierte, die sich vorbereiten wollen oder selbst Unterstützungsbedarf haben und Angehörige, die aktuell in einer Situation sind, Pflege zu leisten oder organisieren zu müssen.
Wenn ein Familienmitglied an Demenz erkrankt, stellt es die Angehörigen vor besondere Herausforderungen. Wie man mit dieser oft schwierigen Situation umgeht und den erkrankten Angehörigen weiterhin gut versorgen kann, wollen wir in diesem Kurs lernen. Sie erhalten Kenntnisse über die Erkrankung, Erscheinungsbild und die verschiedenen Formen einer Demenz. Thematisiert werden der Verlust von Fähigkeiten, deren Auswirkungen auf das Alltagsleben, und Reaktionen demenziell Erkrankter. Wir beschäftigen uns mit Kommunikationsmöglichkeiten und einem verstehenden Zugang zu Menschen mit Demenz sowie mit der Bedeutung von Orientierungshilfen, Biografie-Kenntnissen und Beschäftigungsmöglichkeiten. Sie erhalten Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten und Anlaufstellen. Wir besprechen, wie wichtig in diesem Zusammenhang die Selbstpflege ist, um den Herausforderungen gewachsen zu sein und selbst gesund zu bleiben. Es soll ausreichend Platz sein, auf individuelle Bedürfnisse der Teilnehmer*innen eingehen zu können. Der Kurs richtet sich nicht an bereits Erkrankte.
Demenz ist in aller Munde. In Deutschland sind aktuell 1,8 Millionen Menschen davon betroffen. Mit der demographischen Entwicklung einer älter werdenden Bevölkerung stellt uns auch die Erkrankung Demenz vor immer größere Herausforderungen. Das Alter ist dabei ein großes Risiko, an einer Demenz zu erkranken. Die gute Nachricht: Wer gezielt seinen Lebensstil reflektiert und seine Risikofaktoren beeinflussen möchte, kann sein persönliches Demenzrisiko bis zu 45 % nachweislich senken! Dieser Vortrag kann Ihnen ein paar wertvolle Impulse geben, mit welchen einfachen und alltagstauglichen Mitteln Sie etwas für Ihre geistige Gesundheit tun können. Erarbeitet wurde der Vortrag von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. Grundlage sind aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zur Prävention von Demenz. In diesem Kurs erfahren Sie - etwas über Aufbau und Funktionen unseres Gehirns - wie Demenzerkrankungen Strukturen und Funktionen des Gehirns verändern, - wie Erinnern und Vergessen funktionieren, - und vor allem, mit welchen zehn wissenschaftlich belegten Maßnahmen Sie aktiv einer Demenz vorbeugen können (z. B. Bewegung, Ernährung, geistige und soziale Aktivität). Die Veranstaltung richtet sich an alle, die ihr Gehirn stärken und Demenz vorbeugen möchten – unabhängig vom Alter. Besonders werden Themen wie körperliche Aktivität, Bildung, Hörgesundheit, Umgang mit Stress und weiteren Risikofaktoren aufgegriffen, die über die gesamte Lebensspanne wirksam sind.