„Geheimnis – Ein gesellschaftliches Phänomen“

Ausstellung vom 10. September bis zum 12. Oktober in der vhs Halstenbek

Mit ihrem Projekt „Geheimnis – Ein gesellschaftliches Phänomen“ unternimmt die Nemetschek Stiftung eine Entdeckungsreise zu Orten von Geheimhaltung und Heimlichkeit in unserer Gesellschaft. Im Zentrum steht dabei eine Ausstellung die Besucherinnen und Besucher dazu einlädt, sich mit zentralen Gegenwartsfragen rund um das Thema Geheimnis auseinanderzusetzen: Was bedeutet uns Geheimhaltung im „Zeitalter der Transparenz“ noch? Wie beeinflussen die Veränderungen im Verhältnis von Öffentlichkeit und Privatheit unser Denken und Handeln in Politik, Wirtschaft und Privatleben? Und was ist eigentlich das Geheimnis hinter den Geheimnissen? Ab 10.09.2018 gastiert die Ausstellung in der vhs Halstenbek.

Geheimnisse gibt es, seit Menschen zusammenleben. Kaum ein Bereich in unserem Leben kommt ohne Geheimnisse aus. „Die größte Errungenschaft des Menschen“ nannte sie der Soziologe Georg Simmel. Doch im 21. Jahrhundert scheint sich das Verhältnis zu Geheimnissen verändert zu haben. In der Arbeitswelt, in der Wirtschaft und vor allem in der Politik wird mehr Transparenz gefordert. Geheimes soll öffentlich und somit unsere Gesellschaft vor Korruption oder Machtmissbrauch geschützt werden. Darüber hinaus wird die Auflösung von Staats- und Regierungsgeheimnissen von einigen Interessensgruppen als ultimative Lösung für mehr politische Akzeptanz und Teilhabe gesehen. Soziale Netzwerke, neue Kommunikationsformen und Überwachung bedrängen auch die Räume und Sphären, die das Entstehen und Bewahren von persönlichen Geheimnissen ermöglichen.

„Transparenz ist zum neuen Leitbegriff in der Politik und in der Wirtschaft geworden und durch soziale Medien und Technologien wird auch das Verhältnis zwischen Privatheit und Öffentlichkeit neu definiert. Da stellt sich natürlich die Frage, was das für unsere Gesellschaft bedeutet und welche Folgen das für unser demokratisches Zusammenleben hat“, sagt Dr. Ralf Nemetschek, Geschäftsführer der Nemetschek Stiftung. Mit dem mehrteiligen Projekt „Geheimnis – Ein gesellschaftliches Phänomen“ begibt sich die Nemetschek Stiftung auf Spurensuche und fragt nach dem Zusammenspiel von Transparenz und Schutz, von Macht und Vertrauen sowie von persönlicher Freiheit und gesellschaftlicher Verantwortung.

Wie wirkt sich der gesellschaftliche Wandel auf unsere Kultur der Geheimhaltung aus?

Im Zentrum steht eine Ausstellung, die vom 10. September bis zum 12. Oktober 2018 auch in der vhs Halstenbek Station macht. Besucherinnen und Besucher können sich dort Geheimnissen aus verschiedenen Perspektiven nähern und das Spannungsfeld zwischen Transparenz und Geheimhaltung erkunden. Die interaktiven Installationen und informativen Stationen wollen dazu anregen, selbst Position zu beziehen, zu reflektieren und mit anderen in Dialog zu treten.

Nach der Premiere im Herbst 2016 in München tourt die Ausstellung „Geheimnis – Ein gesellschaftliches Phänomen“ durch Deutschland und Österreich. Ausgewählte Objekte waren bereits in der Volkshochschule Böblingen-Sindelfingen und in der Arbeiterkammer Oberösterreich in Linz zu sehen. Die Nemetschek Stiftung verleiht die Ausstellung an Museen, freie Bildungsträger, Bildungsstätten, Kommunen, Schulen und Vereine.

Auf der Projektwebseite www.geheimnis-ausstellung.de finden sich ebenfalls interessante Zugänge zum Thema Geheimnis. Außerdem wurde für Jugendliche der „Geheimniskoffer“ entwickelt. Dieser nimmt Schülerinnen und Schüler ab der 9. Schulstufe mit auf eine Entdeckungsreise, sich selbstständig dem Thema Geheimnis in Kirche, Politik, Journalismus und Forschung zu nähern. Dabei werden sie ermutigt, sich kritisch mit der leitenden Forschungsfrage „Wie schütze ich (m)ein Geheimnis?“ auseinanderzusetzen. Die sechs Module der Unterrichtseinheit können frei miteinander kombiniert und mit aktuellen politischen sowie gesellschaftlichen Geschehnissen verknüpft werden. Die Nemetschek Stiftung verleiht die Lernmaterialien kostenlos an Schulen und Bildungseinrichtungen.

Kontakt:

Nemetschek Stiftung

Nicole Krestan

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Tel 089 – 41 41 71 945

nk@nemetschek-stiftung.de

www.nemetschek-stiftung.de


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